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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Montag, 14. Juni 2010

Der FinRay-Effekt

In einer Serie stellen wir in TU intern junge Wissenschaftler und ihre Forschungen an der TU Berlin vor.

Christian Hartz
Lupe

Längst wird von Gebäuden erwartet, mehrere Funktionen zu erfüllen. Ein Hallenbad hat auch ein Freibad zu sein, ein Fußballstadion eine Konzerthalle. Bewegliche Dächer und Fassaden machen diese Verwandlung möglich. "Beim Öffnen und Schließen werden Elemente gefaltet, geschoben oder gerollt und immer entstehen Fugen", erklärt Christian Hartz (37), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren – Massivbau, das von Prof. Dr. Mike Schlaich geleitet wird. Diese Fugen sind Gegenstand eines Forschungsprojekts am Fachgebiet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 300 000 Euro über zwei Jahre gefördert wird. Entwickelt werden sollen innovative Fügetechniken beziehungsweise effiziente und intelligente Fugendetails ohne komplizierte Steuerungsmechanismen. Die Wissenschaftler bedienen sich dabei eines Phänomens aus der Natur – des "FinRay-Effekts". Er bezeichnet ein Funktionsprinzip bei Fischflossen, die sich bei Krafteinwirkungen zur angreifenden Kraft wölben und diese umschließen. "Die Eigenschaft des FinRay, sich einer Geometrie anzuschmiegen, soll zu einer das Material nicht zerstörenden, dichteren, bauphysikalisch hochwertigen und damit nachhaltigen Fugenkonstruktion für leichte, bewegliche Membran- und Folienbauten führen", erklärt Christian Hartz. Mit der Anwendung des "FinRay-Effekts" im Bauwesen betreten die Wissenschaftler und ihre Partner Neuland.

sn / Quelle: "TU intern", 6/2010

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