direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Alumni

Tenure ist ein großer Meilenstein für Wissenschaftler*innen

Nicolas Ziebarth wurde in den USA zum Associate Professor ernannt

Die Lehrbelastung sei in den USA geringer, dafür habe man keine festen Mitarbeiter*innen, sagt Nicolas Ziebarth
Lupe

Vor sechs Jahren, im August 2011, machte sich TU-Alumnus Nicolas Ziebarth auf den Weg in die USA, um seine "Assistant-Professur" für das Fach "Health Economics and Policy" an der Cornell University anzutreten. Eine einmalige Chance für einen deutschen Absolventen seines Faches, da Professuren an einer amerikanischen Universität zumeist an den eigenen Nachwuchs vergeben werden (Bericht in "TU intern" 5/2011). Nun ist Nicolas Ziebarth, der am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bei TU-Professor Gert G. Wagner promovierte, erneut etwas Außergewöhnliches gelungen, denn Ende 2017 wurde der Gesundheitsökonom nach der kürzestmöglichen Zeit als "Assistant Professor" zum Professor auf Lebenszeit an der Cornell University ernannt.

Was macht es so schwierig, eine Tenure-Professur an einer amerikanischen Universität zu erhalten?
Statistisch gesehen kommt es wohl nicht sehr oft vor, dass Wissenschaftler nach ihrer Promotion in die USA wechseln. Es gibt einen starken Selektionseffekt, und die, die so etwas in Betracht ziehen, gehen meist vor der Promotion in die USA. Zum anderen ist es aufgrund der Asymmetrien der Information in der Tat schwieriger, als Bewerber aus Deutschland überhaupt eingeladen zu werden. Rankings spielen eine sehr große Rolle, und es herrscht die Annahme, dass die besten Studierenden an den besten (US-)Universitäten zu finden sind. Tenure ist der große Meilenstein für einen Wissenschaftler. Das ist einfach das Äquivalent zu einer unbefristeten W2- oder W3-Stelle in Deutschland. Mit dem Unterschied, dass man als Juniorprofessor beginnt und dann im fünften Jahr in einer großen Evaluation darüber entschieden wird, ob man eine Entfristung erhält. Wenn das Ergebnis positiv ausfällt, ist das natürlich eine Bestätigung der eigenen Arbeit.

Wie groß ist der Unterschied zum deutschen Uni-Alltag aus Ihrer Sicht?
Vieles erscheint mir auf den ersten Blick sehr ähnlich. Vermutlich sind die Unterschiede auf den zweiten Blick sichtbar: Die Lehrbelastung dürfte in den USA niedriger sein, dafür haben wir keine festen Mitarbeitenden, müssen aber auch keine Bachelor- und Masterarbeiten betreuen und korrigieren.

Was schätzen Sie an der Arbeit an der Cornell University?
Die Qualität und Quantität meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir haben gut 100 Professoren in der Ökonomie, verteilt auf verschiedene Abteilungen. Dadurch gibt es jede Menge fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die ähnlichen Forschungsinteressen nachgehen. Zudem gibt es pro Woche, während des Semesters, ein halbes Dutzend Seminarreihen, die für mich relevant und interessant sind. Da tragen Leute aus der Spitzenliga der weltweiten Forschung vor.

Die Fragen stellte Bettina Klotz, "TU intern" 19. Januar 2018

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Piwik für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.