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TU Berlin

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Alumni

Forschen fürs Messen

TU-Alumnus Dr. Rolf Merte baut eine Berliner Zweigstelle des Messtechnikunternehmens Testo AG auf

Rolf Merte setzt auf junge Berliner Software-Spezailisten, um das Unternehmen zu erweitern
Lupe

Alle zwei bis drei Wochen macht sich Dr. Rolf Merte auf den Weg nach Berlin und kommt in die Stadt zurück, die er Ende der Neunzigerjahre so ungern verlassen hat. TU-Alumnus Rolf Merte ist Vorstandsmitglied des Messtechnikunternehmens Testo AG und hier unter anderem verantwortlich für den Bereich „Forschung & Entwicklung“. Seit Anfang des Jahres baut er, ganz in der Nähe des TU-Campus, in der BOX hinter der Mercedes-Niederlassung am Salzufer eine Zweigstelle der Testo AG auf. Rolf Merte hat Elektrotechnik an der TU Berlin studiert und 2000 seine Promotion abgeschlossen. „Nach dem Abschluss meiner Promotion habe ich in Berlin keinen passenden Job gefunden und musste die Stadt verlassen, was mir damals unglaublich schwerfiel“, berichtet er. Dass er nun zurückkehrt, um die Software-Entwicklung von Testo mit Hilfe von Berliner Software-Spezialisten zu erweitern, zeigt nicht zuletzt, wie sich der Arbeitsmarkt in Berlin verändert hat.

Die Testo AG entwickelt und produziert Messgeräte und Messlösungen für die unterschiedlichsten Messgrößen. So haben die meisten Schornsteinfeger zur Emissionsmessung ein Gerät von Testo, ebenso wie McDonald’s-Filialen weltweit ein Testo-Messgerät einsetzen, mit dem sich die Qualität des Frittier-Öls überprüfen lässt. Seinen Hauptsitz hat das Unternehmen in Lenzkirch im Hochschwarzwald. Rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weltweit für das Unternehmen tätig. „Wir investieren rund zehn Prozent des Umsatzes weltweit in die Erforschung und Entwicklung von neuen Anwendungen und Techniken. Da wir in vielen Märkten unterwegs sind, sind Innovationen für uns besonders wichtig. Neue Ideen für Produkte kommen von unserer Produktmanagement-Einheit, aber auch jeder andere Mitarbeiter kann Ideen einreichen. Durch einen mehrstufigen Prozess filtern wir aus den vielen Ideen diejenigen heraus, die dann weiterentwickelt und später auf den Markt gebracht werden“, erklärt Rolf Merte. „Für die Zukunft haben wir uns zwei neue Schwerpunkte gesetzt. Zum einen geht es um die Weiterentwicklung von Sensorik und zum anderen um das Thema Messdatenmanagement, bei dem alle unsere Geräte ihre Daten in die Cloud senden und von dort für unsere Kunden von überall, zu jeder Zeit verfügbar sind. Für die Entwicklung von Cloud-, App- und Web-Software benötigen wir natürlich verstärkt Software-Entwickler. Im Süden Deutschlands haben wir zwar sehr gute Elektroniker, aber es ist schwierig, Leute zu finden, die in der Lage sind, gute Front-Ends zu entwickeln. Also müssen wir dahin, wo das Personal ist, und das sehen wir in Berlin. Nicht zuletzt durch die Universitäten und die vielen Start-ups.“ Das Büro in Berlin, ein großer, heller Raum, erinnert auch mehr an ein Start-up als an die Niederlassung eines Traditionsunternehmens aus dem Schwarzwald. Bis zu 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen bis Jahresende bei Testo in Berlin arbeiten. Rolf Merte, der damals nur ungern Berlin verließ, wird jedoch in Freiburg wohnen bleiben. Er schaltet sich täglich per Video-Konferenz nach Berlin und kommt mehrfach im Monat persönlich vorbei. Auf die Frage, ob sich Berlin seit seinem Weggang verändert hat, antwortet Rolf Merte: „Die spannende Frage ist doch, ob sich mehr Berlin verändert hat oder meine Perspektive in den letzten 16 Jahren? Auf jeden Fall ist Berlin moderner geworden. Zum Beispiel kann man jetzt Parkplätze mittels App bezahlen und muss keine Münzen mehr in die Parkuhren schmeißen!“

Bettina Klotz, "TU intern" 22. Juli 2016

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