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Alumni

Optimale Begleitung durch die Einsamkeit

Donnerstag, 16. Dezember 2010

TU-Alumni bieten Reisen in die Mongolei an

Munkhtsetseg und Falk-Florian Henrich führen durch die Mongolei – Kamelritte und Schlafen in der Jurte inklusive
Lupe

Viermal größer als Deutschland, von rund drei Millionen Menschen bewohnt und damit das am dünnsten besiedelte Land der Welt: die Mongolei. Für Menschen aus dem im Vergleich überbevölkerten Europa ein durchaus interessantes Reiseziel. Vorausgesetzt, man wird durch die Einsamkeit begleitet.

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Diese Aufgabe hat sich Munkhtsetseg Henrich auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Falk-Florian Henrich gründete sie die Reiseagentur "Mongolei-Reise". Die beiden bringen die optimalen Voraussetzungen für ein solches Unternehmen mit. Munkhtsetseg Henrich wurde 1979 in der Mongolei geboren und kam 1999 zum Studieren nach Berlin. An ihrem ersten Tag an der TU Berlin lernt sie Falk-Florian Henrich kennen, der genau wie sie Informatik an der TU Berlin studiert. Die beiden werden schnell ein Paar. "Die Idee mit den Reisen in die Mongolei kam uns schon während des Studiums", erzählt Munkhtsetseg Henrich. "Da ich einerseits durch mein Leben in Deutschland die deutsche Kultur und Mentalität kennengelernt habe, andererseits meine Heimat gut kenne, bot sich die Sache mit den Reisen einfach an." Erster Schritt in die Selbstständigkeit ist eine Website, die die beiden Informatiker bauen und offensichtlich so gut im Netz platzieren, dass sie 2004 ohne große zusätzliche Werbung die erste Reisegruppe in die Mongolei begleiten können. Stück für Stück bauen sie das Angebot in den folgenden Jahren aus. Mehr Kunden, unterschiedliche Touren und eine umfangreiche Website kommen dazu. Die Arbeitsaufteilung zwischen den beiden ist klar. Falk Henrich, der nach seinem Studium der Mathematik und Informatik noch eine Promotion abschloss, kümmert sich um die kaufmännische Seite und betreut die Website. Hauptberuflich arbeitet er als Softwareexperte bei der Internetplattform Studi-VZ.

Die Kürze der Saison setzt auch der Reisetätigkeit ihre Grenzen. "Wir können unsere Reisen nur von Juni bis September anbieten, den Rest der Zeit ist es einfach zu kalt in der Mongolei", sagt Munkhtsetseg Henrich, die während der Reisezeit die Leitung vor Ort übernimmt. Auf den unterschiedlichen Touren, sei es zu Pferd oder im Geländewagen, lernen die Reisenden das Leben der Nomaden kennen, fahren durch die Wüste Gobi, besuchen Nationalparks, können wandern, angeln, auf Kamelen reiten und schlafen in Zelten oder Jurten. Das Ehepaar Henrich bereitet die Reisen akribisch vor, mittlerweile haben sie ein gutes Netzwerk in der Mongolei. Selbst Vegetarier können sich ihnen anvertrauen, und das in einem Land, in dem hauptsächlich Fleisch gegessen wird. "Was die Leute mitbringen müssen, ist jedoch Flexibilität und Abenteuerlust", betonen beide. Dann sei auch das Alter kein Problem. Der älteste Kunde war bisher 78, der jüngste zwölf Jahre alt. Ein Blick ins Gästebuch zeigt, dass sie gemeinsam in der Einsamkeit eine tolle Zeit hatten.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 12/2010

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