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TU Berlin

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Vertriebene Wissenschaften

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An der Technischen Hochschule Berlin wurden in den Jahren 1933 bis 1938 mindestens 107 Angehörige ihres wissenschaftlichen Personals aus „rassischen“ oder politischen Gründen entlassen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der TU Berlin hat die Wissenschaftlerin Dr. Carina Baganz am Zentrum für Antisemitismusforschung sich mit diesem Kapitel aus der Hochschulgeschichte intensiv beschäftigt. Sie hat Lebens- und Überlebenswege von Wissenschaftlern und Studierenden recherchiert und aufgezeichnet, die während des Nationalsozialismus von der TH Berlin vertrieben wurden, denen ein akademischer Grad verweigert oder entzogen wurde. Die Ergebnisse und die daraus entstandene Publikation präsentierte die TU Berlin am 10. Juli 2013 in einer öffentlichen Veranstaltung.

TU Berlin entschuldigt sich für Unrecht in der NS-Zeit

TU-Präsident Jörg Steinbach entschuldigte sich während der öffentlichen Veranstaltung am 10. Juli 2013 im Namen der Universität für die Diskriminierung und Vertreibung jüdischer und politisch andersdenkender Wissenschaftler und Studierender in der NS-Zeit. Anlass war die Präsentation der Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Vertriebene Wissenschaften an der Technischen Hochschule Berlin 1933 bis 1945“, das am Zentrum für Antisemitismusforschung seit 2009 durchgeführt wurde. Es nahm die wenigen noch verbliebenen Spuren in den Archiven auf, um das Unrecht, das während des Nationalsozialismus an der TH Berlin begangen wurde, sichtbar zu machen. Entdeckt wurde auch, dass es ab 1941 Zwangsarbeit auf dem Campus gab. Da das Gesamtthema eng mit dem Selbstverständnis der Universität und der Rolle im Nationalsozialismus verbunden ist, wird das Buch jedem Fachgebiet und den Abteilungen zur Verfügung gestellt. Dies ist möglich, da die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin das Projekt großzügig finanziell und ideell unterstützte. Im Wintersemester wird es zudem ein Seminar für Studierende geben, damit sie sich mit der Vergangenheit, mit Diskriminierung und Verfolgung aktiv auseinandersetzen können. Beide Projekte setzen jedoch nicht den Schlusspunkt für die Beschäftigung mit der Geschichte, sondern weisen – wie auch andere Initiativen – auf weitere Themen hin, die mit Blick auf das Universitätsjubiläum im Jahr 2016 aktiv aufbereitet werden sollen. „So werden wir uns auch mit der Neugründung der TU Berlin und der damaligen Personalpolitik auseinandersetzen“, sagt Steinbach.



Diese Videodatei als Download (FLV, 480,0 MB). Laufzeit: 1 Std. 44 min.

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