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TU Berlin

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Fair für Familie

Dienstag, 24. Juni 2014

Medieninformation Nr. 125/2014

TU Berlin würdigt mit einem neuen Preis drei familienfreundliche Projekte

Das Präsidium der TU Berlin hat den Preis „Fair für Familie 2014“ ins Leben gerufen, um innovative Ideen zu mehr Familienfreundlichkeit und vorbildliche Beispiele für einen familiengerechten Universitätsalltag zu würdigen. TU-Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil verlieh am 24. Juni 2014 den Preis an drei Projekte: an das TU-Fachgebiet Medizinische Biotechnologie, das Familienfreundlichkeit ganz selbstverständlich lebt und das Preisgeld für einen zeitigen Wiedereinstieg nach der Elternzeit verwendet, an die AG Lernräume für die Unterstützung von Studierenden mit Kind(ern) und an den Sonderforschungsbereich Transregio für das Projekt „Kinderkonferenzabenteuer“.

Die TU Berlin ehrt mit dem neuen Preis Projekte aus den Bereichen Verwaltung, Forschung und Lehre, die den vielfältigen Herausforderungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf kreativ und tatkräftig begegnen. Diese reichen von Erziehungs- und Pflegeaufgaben von Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern über Studieren mit Kind bis hin zur Arbeits- und Führungskultur und zu den dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Dementsprechend unterschiedlich sind die drei Projekte, welche die TU-interne Jury ausgezeichnet hat. Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro wurde an zwei der drei Preisträgerprojekte vergeben.

Prof. Dr. Ulrike Gutheil, Kanzlerin der TU Berlin und Projektleiterin des „audit familiengerechte hochschule“, sagt anlässlich der Preisvergabe: „Mit dem Preis ‚Fair für Familie‘ möchten wir das Engagement und die kreativen Ideen für Familienfreundlichkeit an unserer Universität würdigen und Beispiele gelebter Familienfreundlichkeit in die Öffentlichkeit tragen. Die drei ausgezeichneten Projekte haben große Strahlkraft und sollen Vorbilder zum Nachahmen, Verstetigen und Weiterentwickeln sein.“

Die Preisträgerprojekte

Früher Wiedereinstieg

Das Fachgebiet Medizinische Biotechnologie am Institut für Biotechnologie der TU Berlin verwendet das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für den frühen Wiedereinstieg von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen nach der Schwangerschaft. Mit Kinderbetreuung und durch das Einwerben externer Mittel für die Weiterbeschäftigung nach der Elternpause sollen den drei derzeit schwangeren Mitarbeiterinnen die wissenschaftlichen Karrieren weiter ermöglicht werden. Trotz erheblicher Raumprobleme soll ein Eltern-Kind-Raum eingerichtet werden, in dem die jungen Mütter mit ihren Kindern arbeiten können und Kolleginnen oder Kollegen stundenweise die Kinderbetreuung übernehmen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs werden bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt und zur Familienplanung motiviert, ohne dass die Qualität der Forschung und Lehre vernachlässigt wird. Ein besonderes Ritual ist das gemeinsame Mittagessen: Zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kochen täglich für das gesamte Team. Das Fachgebiet zeichne sich durch eine selbstverständlich gelebte familienfreundliche Haltung mit großer Strahlkraft und einer starken Vorbildfunktion für Führungskräfte im „familienfreundlichen Leiten“ aus, heißt es in der Jurybegründung. Der Erfolg des Teams beruhe auf einer Kultur des Vertrauens und gegenseitigen Unterstützens.

Studieren mit Kind

Die AG Lernräume, die im Rahmen der Strategieworkshops der TU Berlin in Ziethen entstanden ist, überzeugte die Jury mit ihrer Projektidee „Studieren mit(!) Kind – aktive Förderung der Studierbarkeit mit Kind“. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro verwendet sie für die Einrichtung von „Forschungsecken“ für Kinder in den Hörsälen. Die Ecken hinter der letzten Sitzreihe in den Räumen, in denen studierende Eltern an Lehrveranstaltungen teilnehmen, sollen als Tafeln hergerichtet werden, an denen sich die Kleinen mit Kreide oder Magneten beschäftigen können.

Das Konzept umfasst außerdem die Einrichtung so genannter „Forschungsmöbel“ bestehend aus Sitz- und Spielflächen sowie diversen Kisten und Schubladen mit festinstallierten Spielen in den Foyers der TU-Häuser. Durch die Spielmöglichkeiten für Kinder an zentralen Orten wird die Akzeptanz für das Studieren mit Kind gefördert. Über Info-Boards kann über Wickelräume, Eltern-Kind-Zimmer und andere Angebote informiert werden. „Das Projekt bildet den Alltag der Studierenden mit Kind ab und eröffnet innovative und neue kreative Ansätze für eine selbstverständliche Willkommenskultur für Familien an der TU Berlin. Die Idee sticht besonders durch ihre Kreativität, detaillierte Umsetzungspläne und Nachhaltigkeit hervor“, so die Jury.

Mit Kind zur Konferenz

Das dritte Preisträgerprojekt „Kinderkonferenzabenteuer“ wurde vom Sonderforschungsbereich Transregio 109 „Diskretisierung in Geometrie und Dynamik“ am Institut für Mathematik der TU Berlin eingereicht. Da der Sonderforschungsbereich (SFB) über DFG-Mittel zum Einsatz für diese Zwecke verfügt, wird auf das Preisgeld verzichtet. Der SFB bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei längeren Konferenzen und Workshops an, die Kinder mitzunehmen. Sie werden in der Unterkunft der Eltern mit untergebracht, und am Konferenzort wird ein Betreuungszimmer mit Fachkräften zur Kinderbetreuung eingerichtet. Individuelle Lösungen macht der SFB ebenfalls möglich, beispielsweise kann die gewohnte Tagesmutter bei kleineren Kindern mit anreisen.

Das Projekt wurde 2013 erfolgreich erprobt. Angefallene Kosten für Betreuung und Verpflegung werden bei einer einwöchigen Konferenz mit 1500 bis 2500 Euro angegeben. 2014 wird das Projekt fortgesetzt. Die Jury hält fest: „‚Kinderkonferenzabenteuer‘“ ein ausgezeichnetes ‚best practice‘-Beispiel für Familienfreundlichkeit und ein Signal für einen Kulturwandel im Bereich Forschung und Wissenschaft. Besonders die Möglichkeit zu individuellen Betreuungslösungen ist anzuerkennen.“

Zur Jury des Wettbewerbs gehören: Prof. Dr. Ulrike Gutheil, Kanzlerin der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Julia Kowal, Fachgebietsleiterin Elektrische Energiespeichertechnik der TU Berlin, Sebastian Krause, Teamleiter Flächenmanagement in Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement der TU Berlin, Soziologiestudentin Heike Bursch, Maschinenbaustudentin Claudia Kopic, Dr. Martin Heitmann vom Fachgebiet für Strategische Führung und Globales Management der TU Berlin.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030/314-23922

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