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TU Berlin

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Neu bedacht

Montag, 09. Dezember 2013

Medieninformation Nr. 286/2013

Mit ihrem Projekt „Rooftop“ gehören die Studierenden der TU Berlin und der Universität der Künste Berlin im Solar-Decathlon-Wettbewerb zu den Finalisten. 2014 werden sie „Rooftop“ in Versailles der Welt präsentieren

Mit ihrem Projekt „Rooftop“ hat es das interdisziplinäre Team der TU Berlin und der Universität der Künste Berlin (UdK) in die Endrunde des Solar-Decathlon-Wettbewerbs 2014 geschafft. Die Studierenden der beiden Universitäten gehören zu den weltweit 20 Finalisten dieses internationalen studentischen Bau- und Designwettbewerbs und werden im nächsten Jahr „Rooftop“ in den Gärten von Versailles 1:1 aufbauen und der Welt präsentieren.

Über den Dächern von Berlin: Die "Rooftop"-Wohnung in der Außenansicht
Lupe

Die Aufgabe im Solar-Decathlon-Wettbewerb 2014 bestand diesmal darin, eine Lösung für eine ressourcenschonende, energieeffiziente Stadtverdichtung zu finden, die auf die spezifischen Gegebenheiten einer Stadt – wie zum Beispiel Berlin – reagiert. Die Studierenden der TU Berlin und der UdK Berlin entwickelten „Rooftop“, eine nachhaltige Antwort auf die Verwerfungen des Berliner Immobilienmarktes und den globalen Klimawandel.

„Rooftop“ ist ein auf das Dach eines Berliner Altbaus gebaute Wohnung. „Rooftop“ verdichtet den städtischen Raum nicht, in dem Lücken zugebaut werden, sondern nutzt vorhandene Strukturen und bewahrt die charakteristischen Freiräume Berlins. Das Konzept besticht durch die Idee, dass diese einzige Wohnung über Photovoltaikmodule so viel Energie produziert, um damit einen Teil des Energiebedarfs der darunter liegenden Wohnungen und des Gewerbes zu decken.

Über den Dächern von Berlin: Die Innenansicht der "Rooftop"-Wohnung
Lupe

Über eine in 16 Segmente unterteilte hochklappbare Fassade, bestehend aus integrierten Photovoltaikmodulen (weitere befinden sich auf dem Dach der Wohnung), wird die Sonnenenergie im Sommer optimal genutzt. Gleichzeitig verschattet die Fassade die Wohnung. Im Winter ist sie nach unten geklappt und fungiert wie eine isolierende Hülle. Die nun vertikalen Module fangen die Strahlen der niedrig stehenden Sonne ebenfalls optimal ein. Der erzeugte Strom wird nicht langfristig und damit aufwendig und teuer zwischengespeichert – auch das ist innovativ –, sondern mit der Mietergemeinschaft geteilt. Das Ziel ist, im Rahmen der Kosteneffizienz eine für die Gemeinschaft ideale Stromspeicherung und -nutzung zu ermöglichen. Und neben den ökologischen und ökonomischen Aspekten der Nachhaltigkeit zeigt „Rooftop“ auch einen Weg auf, wie die energetische Sanierung eines Hauses nicht zwangsläufig zu steigenden Mieten und zur Vertreibung alteingesessener Mieter führen muss, denn gerade dies ist ein virulentes Problem in der Stadt.

Und noch einen Erfolg haben die Studierenden zu verzeichnen: Im November 2013 durften sie als eines von vier beispielhaften Projekten des Wettbewerbs „Rooftop“ der französischen Ministerin für Wohnungsbau vorstellen.

„Rooftop“ ist ein Projekt der Hybridplattform von TU Berlin und UdK Berlin. Diese transdisziplinäre Arbeitsplattform beider Universitäten auf dem Campus Charlottenburg ist ein Ort für Lehr-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Gestaltung.
www.hybrid-plattform.org

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Alessandro Jänicke
Teamleiter

Syavasch Aarabi
Projektmanager


www.teamrooftop.de

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