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TU Berlin

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Großer Erfolg für leichten Beton

Freitag, 30. März 2012

Medieninformation Nr. 72/2012

Holcim Award für Kooperationsprojekt des TU-Fachgebiets Entwerfen und Konstruieren mit dem Architekturbüro Barkow Leibinger Architects

Der Entwurf zu einem „Smart Material House“ vom Architekturbüro Barkow Leibinger Architects wurde mit einem Holcim Innovationspreis ausgezeichnet. Grundlegenden Bestandteil dieses Entwurfs bildet ein am Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren – Massivbau der TU Berlin entwickelter sogenannter Infraleichtbeton.

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Vergeben wird der Holcim Innovationspreis im Rahmen des weltweit ausgelobten Holcim Award, der alle drei Jahre von der Holcim Foundation for Sustainable Construction – eine Schweizer Stiftung initiiert durch den gleichnamigen Baustoffkonzern – durchgeführt wird. Bei dem mehrstufigen Wettbewerb reichten Architekten, Ingenieure und Bauherren rund 6000 Projekte aus 146 Ländern ein. Der Entwurf zu dem „Smart Material House“ wurde mit einem zweiten Preis des Holcim Innovationspreises geehrt. Der Preis ist mit 50.000 US-Dollar dotiert. Die Bekanntgabe der Sieger fand am 29. März 2012 statt. Insgesamt wurden drei Innovationspreise und drei Holcim Awards vergeben.

Gesucht werden bei dem Wettbewerb herausragende Projekte in Architektur und Bauwirtschaft, die nachhaltige Antworten auf technologische, ökologische, sozioökonomische und kulturelle Herausforderungen geben.

„Smart Material House“

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Bei der Idee des „Smart Material House“ steht das Material im Mittelpunkt. Prägend ist dabei die Verwendung von Infraleichtbeton-Fertigteilen (ILB), die am TU-Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren – Massivbau von Prof. Dr. Mike Schlaich entwickelt wurden. Bei dem Wettbewerbsbeitrag wird der Beton als „tragende Wärmedämmung“ genutzt. Dabei dienen die massiven, konvex oder konkav geschwungenen Wandscheiben als Multitasking-Elemente: Sie fungieren als Tragelemente, Raumbegrenzung, Wärmedämmung und Träger eines Heiz- und Kühlsystems in einem. Die ca. 50 cm starken Scheiben bestehen aus einem Beton, dessen Dichte durch Zuschläge aus Blähbeton oder Schaum aus Recyclingglas auf einen Wert von unter 800 kg pro Kubikmeter reduziert wurde. So werden sowohl eine ausreichend hohe Druckfestigkeit als auch eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit erreicht. Eine zusätzliche Dämmung ist nicht erforderlich – dieser Werkstoff erlaubt es also, dass das Tragwerk sowohl auf der Innen- als auch der Außenseite ohne Verkleidung sichtbar bleiben kann. Zur weiteren Gewichtsminimierung der Wände wird die Bewehrung aus Glasfasern hergestellt. Rohrschlangen für Heizung und Kühlung sind in die Betonelemente integriert.

Das Projekt „Smart Material House“ entstand aus einer Kooperation zwischen dem TU-Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren – Massivbau von Prof. Dr. Mike Schlaich und dem Architekturbüro Barkow Leibinger Architects. Die Mitinhaberin des Büros Regine Leibinger ist auch Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen an der TU Berlin. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2013 in Hamburg wird dieser Entwurf als Pavillon realisiert.

Umfangreiche Informationen zum Holcim Award finden Sie unter www.holcimfoundation.org

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Mike Schlaich
Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin
Tel.: 030/314-72130

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