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TU Berlin

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Berliner "Winzling" umrundete 5300 mal die Erde

Freitag, 24. September 2010

Medieninformation Nr. 276/2010

Experimental- und Ausbildungssatellit der TU Berlin seit einem Jahr im Orbit

Der am Fachgebiet Raumfahrttechnik der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß entwickelte und gebaute Picosatellit BEESAT (Berlin Experimental and Educational Satellite) befindet sich seit einem Jahr im Orbit. Viele Experimente wurden durchgeführt, doch von Alterung oder Schäden keine Spur.

Eine indische Trägerrakete vom Typ PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) brachte den 1 Kilogramm leichten BEESAT als sekundäre Nutzlast am 23. September 2009 um 8.21 Uhr in einen annähernd polaren Orbit in etwa 730 Kilometer Höhe. An Bord befinden sich neuartige Reaktionsräder zur Lagesteuerung des Satelliten, die unter wissenschaftlicher Leitung der TU Berlin von der Firma Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH entwickelt wurden. Das Vorhaben wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) gefördert.

Im Laufe des vergangenen Jahres umkreiste BEESAT die Erde etwa 5300 Mal. Zahlreiche Experimente wurden mit so genannten Reaktionsrädern erfolgreich durchgeführt, welche die Lage des Satelliten steuern, zuletzt an seinem Jahrestag am 23.9.2010 zwischen 14.13 und 14.27 Uhr. BEESAT funktioniert wie am ersten Tag. Bisher sind keine Anzeichen für Alterung oder Ausfall erkennbar. Auf den Einsatz redundant implementierter Komponenten konnte bisher verzichtet werden. Der Betrieb von BEESAT wurde im Rahmen von Lehrveranstaltungen des Fachgebiets Raumfahrttechnik durchgeführt.

Mit der Entwicklung und dem Betrieb von BEESAT konnte das Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin die Praxisnähe seiner studentischen Ausbildung weiter ausbauen. Verbunden mit der technischen Erprobung der Reaktionsräder innerhalb eines Jahres kann die BEESAT-Mission als voller Erfolg bezeichnet werden.

Auch andere Kleinstsatellitentechnologien, wie die an der TU Berlin neu entwickelten Sonnensensoren zur Bestimmung der Satellitenausrichtung, haben sich bewährt. Außerdem sind weitere Missionen geplant. Mit BEESAT-2 soll ein nahezu baugleicher Satellit mit verbesserter Kamera und Nutzlastdaten-Computer Mitte bis Ende 2011 gestartet werden. BEESAT-3 ist ein Ausbildungsprojekt, das direkt in die Lehrveranstaltungen des Fachgebiets Raumfahrttechnik eingebettet ist. Der Start ist ebenfalls für Mitte bis Ende 2011 vorgesehen.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß
Institut für Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin
Tel: 030/314-21339

www.raumfahrttechnik.tu-berlin.de/beesat

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