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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Freitag, 11. Oktober 2013

Wege aus der Wohnungsnot

Janko Domitrov
Lupe
Zhivko Bilchev
Lupe

3D-Scan, interaktive 3D-Projektionen und 3D-Druck – diese Technologien sollen gleich vier Museen zugute kommen: dem Berliner Stadtmuseum, der Zitadelle Spandau, dem Museum Neukölln und der Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin. Das 3D-Labor am Institut für Mathematik der TU Berlin entwickelt mit ihnen zusammen Pilotanwendungen für den Einsatz von 3D-Technologien zur Unterstützung der wissenschaftlichen Museumsarbeit und der Ausstellungspräsentation. TU-Professor Hartmut Schwandt leitet das Projekt „3D-Technologien für Berliner Museen“, welches mit 350 000 Euro aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

Für das Stadtmuseum Berlin sollen digitale Stadtmodelle in einem einheitlichen Maßstab erstellt werden. Derzeit

sind die Museumsmodelle der verschiedenen Zeitepochen sehr unterschiedlich in Material und Maßstab. Ein 3D-Scanner liefert den Mathematikern die erforderlichen Daten für ihre digitalen Modelle, für interaktive 3D-Projektionen und für 3D-(Teil-)Modelle in Kunststoff oder Gips. Mit der Zitadelle Spandau entsteht derzeit unter anderem eine interaktive 3D-Darstellung der im Dritten Reich geplanten „Hauptstadt Germania“. Sie soll die damaligen gigantomanischen Planungen im dreidimensionalen virtuellen Spaziergang erlebbar machen. Digitale und reale 3D-Modelle sollen außerdem den Zugang zu alten Museumsstücken der Gipsformerei dauerhaft sicherstellen. Diese besitzt eine große Sammlung alter Gipsabgüsse von Exponaten aus Berliner Museen, die teilweise verschollen, beschädigt oder unvollständig sind. Mit dem vierten Partner, dem Museum Neukölln, sollen Konzepte für den Einsatz von Modellen aus dem 3D-Drucker in Ausstellungen und die Wiedergabe durch sogenannte digitale haptische Werkzeuge entwickelt werden, mit deren Hilfe 3D-Objekte über den Tastsinn wahrgenommen werden können. So sollen Möglichkeiten erprobt werden, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Museumsangeboten zu erleichtern. Auch können die empfindliche Exponate in Vitrinen anhand einer 3D-gedruckten Kopie erläutert und somit beispielsweise Kindern besser vermittelt werden. Bei diesem Teilprojekt wird die Hilfe des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, eines weiteren, langjährigen Kooperationspartners des 3D-Labors, in Anspruch genommen, welches über einen großen Computertomografen verfügt. Das Gerät findet normalerweise Einsatz bei den lebendenden oder toten Vier- und Vielbeinern, beispielsweise vor einiger Zeit bei dem Eisbären Knut. Nun soll es unter anderem dafür genutzt werden, ein CT eines Mammutunterkiefers zu erstellen, um im 3D-Labor daraus digitale und reale 3D-Modelle zu konstruieren.

Sybille Nitsche / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2013

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