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Das Geheimnis der optimalen Wertpapierorder

Freitag, 11. Oktober 2013

Humboldt-Stipendiat Erick Treviño Aguilar erforscht die richtige Strategie beim Umgang mit Aktienpaketen

Erick Trevino Aguilar
Lupe

Wie beeinflussen das Verhalten und die Interaktion der Marktakteure den Preis? Wie berechnet man kostenintensive Auftragserteilungen für große Transaktionen mit dem Ziel einer optimalen Wertpapierorder? Der Lösung dieser Problematiken versucht der Humboldt-Stipendiat Erick Treviño Aguilar mit Hilfe mathematischer Methodik ein Stückchen näherzukommen.

Dr. Erick Treviño Aguilar vom Department of Economics and Finance der University of Guanajuato, Mexiko, forscht seit Februar dieses Jahres auf Einladung von Prof. Dr. Peter Bank, Finanzmathematik, als Humboldt-Stipendiat am Institut für Mathematik, Fachgebiet Finanzmathematik. Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit stochastischen Optimierungsproblemen, die bei der Fragestellung nach der optimalen Wertpapierorder entstehen.

Der Handel mit umfangreichen Aktienpaketen von großen Vermögenswerten durch Investment- oder Pensionsfonds ruft häufig negative Preisentwicklungen hervor, die einen unerwünschten Einfluss auf das Marktgeschehen ausüben. Für derartige Transaktionen ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Stückelung die Order abgegeben wird, denn zeitlich ungünstig platzierte Aufträge mit einem großen Volumen können auf dem Markt negative Preisschwankungen bewirken, die dem Anleger zusätzliche Kosten verursachen. Diese negativen Effekte könnten durch Zerlegen der gesamten Aktienmenge in kleinere Aufträge und durch die Wahl von unterschiedlichen Zeitpunkten für die Auftragserteilung reduziert werden. Wie also lässt sich die beste Strategie für eine Stückelung der Aktienpakete und ein unterschiedliches Timing der Aufträge entwickeln, mit anderen Worten: Wie sieht die optimale Wertpapierorder aus?

Ehrgeiziges Ziel des Forschungsvorhabens, an dem Erick Treviño Aguilar gemeinsam mit Kollegen an der TU Berlin arbeitet, sind die Entwicklung eines neuen Multi-Asset-Modells der Preisauswirkungen und außerdem die Analyse neuartiger mathematischer Techniken zur Bewältigung stochastischer Optimierungsprobleme, die bei der Frage einer optimalen Wertpapierorder entstehen. Letztlich sollen neue Wege eröffnet werden, um kostenintensive Auftragserteilungen für große Transaktionen besser berechnen zu können.

Erick Treviño Aguilar kennt Professor Peter Bank seit 2007 aus einer gemeinsamen Zeit, als er im gleichen Fachgebiet wie Bank an der Humboldt-Universität Berlin promovierte. Seitdem stehen die beiden sowie andere damalige Fachkollegen in wissenschaftlichem Gespräch miteinander. Ein Grund für Treviño Aguilars Entscheidung, an die TU Berlin zu kommen, ist eben auch die Tatsache, dass er in Berlin Freunde hat, mit denen er sich nicht nur fachlich gut versteht.

Christiane Petersen / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2013

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