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TU Berlin

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Innenansichten

Familie gut gut - auch Studierenden

Freitag, 11. Oktober 2013

Seit 2009 arbeitet das TU-Familienbüro für die Vereinbarkeit von Studium, Beruf, Karriere und Familie

Kinder willkommen - bereits seit Jahren setzt die TU Berlin auf familienfördernde Maßnahmen
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„Kinderbetreuung, familienbedingte Ausfallzeiten“ – in kaum einem DFG-Antrag der TU Berlin fehlen diese Themen zur Gleichstellung heute. „Wir haben schon viel erreicht bei der Familiengerechtigkeit“, sagt Carola Wanzek. Sie leitet das TU-Familienbüro und koordiniert die Umsetzung der entsprechenden familienunterstützenden Maßnahmen. Es ist nur konsequent, dass der TU Berlin inzwischen zum zweiten Mal das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ verliehen wurde. Doch Carola Wanzek und ihr Team sehen auch noch viel Entwicklungspotenzial.

Die TU Berlin hat früh erkannt, wie wichtig die Unterstützung der stark familiär beanspruchten Studierenden, Forschenden und Beschäftigten für den Erfolg der gesamten Universität ist. Die Initiierung vieler familienfreundlicher Projekte sowie die Formulierung von entsprechenden Zielen führte dazu, dass die TU Berlin bereits im August 2008 das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ erstmalig erwarb. Im April 2009 konnte das Familienbüro eingerichtet werden. Es fungiert als zentrale Anlaufstelle zu allen Fragen der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie. Sechs Eltern-Kind-Zimmer sind entstanden, ein Spielplatz, es können Spielgeräte ausgeliehen werden, TU-Mitglieder können individuelle Informationen und Beratung erhalten, in Zusammenarbeit mit externen Partnern werden Betreuungsangebote für Kinder und im Rahmen des Hochschulsports spezielle gesundheitsfördernde Angebote entwickelt.

„Wir haben vielfältige Teilzeitregelungen erwirken können, flexible Arbeitszeit- und Pausenregelungen beziehungsweise stundenweise Arbeitsunterbrechungen, die Telearbeit sowie Regelungen für ein Teilzeitstudium“, zählt Carola Wanzek auf. „Ein großer Erfolg war 2009 die Einführung familiengerechterer Besprechungszeiten im Akademischen Senat, in dem sich sonst zeitlich eingeschränkte Personen nur schwer engagieren könnten.“

Augenmerk legt die TU Berlin vor allem auf Studierende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Ihre Situation und zeitliche Einschränkung erschweren ein stringent durchgeführtes Studium und führen häufig bis zum Studienabbruch. Andere gründen keine Familie oder verspäte, um diese Schwierigkeiten zu vermeiden. Dass Kinder ausdrücklich erwünscht sind, signalisiert neuerdings ein Begrüßungspaket, das Studierende mit Kind bei der Immatrikulation oder nach Geburt des Kindes erhalten. Es ist auch Ausdruck der neuen Willkommenskultur an der Universität.

„Bereits vor mehr als zehn Jahren gab es an der TU Berlin erste Initiativen, um Studierende mit familiären Verpflichtungen zu unterstützen“, erzählt Nina Maschke. Ihr dreiköpfiges Koordinationsteam „tu tandem“ konnte nun im Rahmen der Hochschulpakt-III -Finanzierung im letzten Jahr seine Arbeit aufnehmen. Die Nachfrage war erwartungsgemäß hoch. Inzwischen haben sich bereits 16 Tandems in diesem Mentoringprogramm zusammengefunden, die gemeinsam das Studium meistern.

Für die Zukunft wünscht sich Carola Wanzek, dass die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie sowie für Führungskräfte einfacher wird und Modelle entwickelt werden, die diese Zielgruppen unterstützen: „Unser Motto ,TU(t) Familien gut!‘ soll für alle Ebenen, alle Statusgruppen gelten."

www.tu-berlin.de/familie

 

 

Wie TU-Mitglieder die Angebote des TU-Familienbüros nutzen

Dr.-Ing. Jörg Schneider, Fachgebiet Kommunikations- und Betriebssysteme
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Elternzeit und Wissenschaft Ich plane, ein Semester Elternzeit zu nehmen und wollte wissen, wie sich das mit den besonderen Bedingungen in Forschung und Lehre kombinieren lässt. Ich will mich um mein Kind kümmern, ohne den Anschluss in der Forschung zu verlieren. Insbesondere interessierte mich, wie ich in der Elternzeit Abschlussarbeiten weiterbetreuen oder auch an wissenschaftlichen Kongressen teilnehmen kann. Hilfreich sind auch die Unterstützungsangebote nach der Elternzeit, zum Beispiel im Rahmen der Projektförderung durch die DFG.

Sathi Klecha mit Sohn Soham und Ivan Zilic, Architekturstudierende
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Hilfe im Tandem Als ich den Aushang sah, habe ich mich sofort beworben. Wir besprechen Pläne zur Studienorganisation. Ivan berät mich bei der Kurswahl und gibt mir nützliche Informationen und Tipps. Zudem hilft er mir bei Prüfungsvorbereitungen. Es ist super, jemanden mit größerem fachlichen Wissen an deiner Seite zu haben, der einen durch den Uni-Dschungel führen kann und vor allem dabei unterstützt, die Kluft, die sich oft zwischen Familie und Studium auftut, zu überbrücken.

Ivan wollte sich in ein sinnvolles Projekt einbringen, und hier kommt man durch die Treffen mit anderen Mentoren in regen Wissensaustausch. Dort konnte er auch seine fachlichen und sozialen Kompetenzen trainieren.

Jan Ehmer, Leiter Innenrevision
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Leitungsfunktion und Telearbeit Zuerst war ich skeptisch, ob ich in Telearbeit meinen beruflichen Pflichten in vollem Umfang nachkommen könnte, ob ich nicht von Informationen abgeschnitten sei. Aber meine Vorgesetzte und auch das Familienbüro motivierten mich aktiv zur Antragstellung. Durch die Telearbeit entfällt bei mir nicht nur über eine Stunde Fahrtzeit, ich kann auch flexibel in der Kinderbetreuung reagieren, denn Kinder halten sich selten an Zeitpläne und werden gerne ungefragt krank. Neben der IT-Ausstattung ist die Unterstützung der Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen während der regulären Arbeitszeit besonders wichtig.

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2013

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