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TU Berlin

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Forschung

Verkehr, urbane Lebensqualität, Kunst und nachhaltige Produktion

Sechs bewilligte Projekte aus dem Strategischen Call „Jahreskonzept“ nahmen ihre Arbeit auf

Tiefwasserhafen Yangshan nahe Shanghai im Ostchinesischen Meer
Lupe

Im Sommer vergangenen Jahres hallte ein besonderer „Call“ durch die Universität. Die Vizepräsidentin für Forschung, Berufung und Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Christine Ahrend, hatte einen Strategischen Call „Jahreskonzept“ initiiert. Damit wollte sie parallel zu den bei der Exzellenz-Strategie aktiven Bereichen bestimmte „Key Application Areas“ unterstützen, die die TU Berlin 2013 als Forschungsschwerpunkte definiert hatte: Materialforschung, Design und Produktionstechnik, Energiesysteme, Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement, Infrastruktur und Mobilität. Gesucht waren Ideen mit hohem Innovationsgrad, geeignet, das Forschungsprofil der Universität weiter zu schärfen. Etwa 100 000 Euro aus der internen Forschungsförderung sollten dann übers Jahr in einige ausgewählte Projekte fließen.

„Es war eine große Überraschung für mich, dass ich aus allen Fakultäten, aus der Professorenschaft, von wissenschaftlichen Mitarbeitenden und von Studierenden Vorschläge bekam“, freut sich Christine Ahrend. „Das zeigte noch einmal sehr deutlich, dass quer durch die Fakultäten Querschnittskompetenzen zu diesen Themen liegen, zum Beispiel in der Mathematik, den Geistes- oder den Planungswissenschaften. Die Ideen waren vielfältig und uns fiel die Auswahl nicht leicht.“ Mehr als 40 Anträge gingen bei der Vizepräsidentin ein, sechs Projekte wurden schließlich im Februar 2017 bewilligt und haben inzwischen die Arbeit aufgenommen. Entscheidend war unter anderem der Beitrag des jeweiligen Projekts zu einer Profilierung der entsprechenden Key Area, der über das Förderjahr hinaus Bestand haben sollte.

So wird sich das China Center mit dem Mobilitätswandel in China befassen und dazu Forschungsworkshops organisieren, um Akteure aus Geistes- und Sozialwissenschaften mit Ingenieur- und Planungswissenschaften zusammenzubringen, sowie in der Lehre einen thematischen Schwerpunkt setzen, der die Mobilität in Chinas Geschichte, Gegenwart und Zukunft in den Blick nimmt.
Die drei Fakultäten IV, V, VI wollen im Verbund nachhaltige Stadt- und Gebäudebegrünungskonzepte entwickeln, um bestehendes Grün zu erhalten und neues, multifunktionales Grün zu schaffen, das für die Bevölkerung nutzbar gemacht werden kann. Das Konzept beinhaltet auch den Aufbau eines Versuchs- und Demonstrationsfeldes zur Fassadenbegrünung an der TU Berlin.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Laboren und Ateliers als Orten der Kreativität will das Fachgebiet Bildende Kunst in Bildern einfangen und so die TU Berlin in einem neuen Kontext von Kunst, Forschung, Kreativität sichtbar machen. Im Institut für Chemie entstand der Gedanke, dass die Ergebnisse der Grundpraktika über die didaktische Bedeutung hinaus oftmals bereits innovative Qualitäten beinhalten. Ein „lab:present“ soll zur Plattform entwickelt werden, um diese sichtbar und für das Weiterdenken in der Forschung nutzbar zu machen.

Ebenfalls zum Verbund haben sich mehrere Fachgebiete aus den Prozesswissenschaften zusammengeschlossen, um das Forschungs- und Lehrprofil der TU Berlin auf dem Gebiet des 3D-Drucks und der additiven Fertigung zu schärfen. Unter anderem ist eine Machbarkeitsstudie angestrebt, die prüfen soll, inwieweit der 3D-Druck geeignet ist, komplexe Strukturen und Prototypen auf dem Mars herzustellen, und zwar aus den dort vorhandenen Materialien.

Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb plant ein „Lab for Digital Sustainability Engineering“ (LDSE), um die in fünf Jahren Grundlagenforschung im ehemaligen Sonderforschungsbereich 1026 „Sustainable Manufacturing“ gewonnenen Ergebnisse über Technologien und Methoden zu nachhaltiger Mobilität zu sichern, weiterzuentwickeln und an ein breites Publikum heranzutragen. In den Mittelpunkt wird die Produktentstehung „von der ersten Idee bis zum virtuellen Prototyp“ gerückt.

Der Servicebereich Forschung stellt eine Seite mit weiteren Informationen zu den Strategischen Calls bereit. www.tu-berlin.de/?id=185400

Patricia Pätzold, "TU intern" 12. Mai 2017

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